Denkwerkstatt

Ein Ideen-Katalysator für junge Denker

Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Junge Wissenschafter entwickeln neue Ideen, nicht nur in ihrem Fachgebiet, sondern auch zur Gesellschaft Schweiz. Sie leben hier und wollen dieses Land mitgestalten und seine Zukunft beeinflussen.

Das Projekt will sie befähigen, ihre Ideen so in Worte und Bilder zu fassen, dass sie in der Öffentlichkeit ankommen und diskutiert werden. Also heraus aus dem Elfenbeinturm und hinein in die politische Debatte zu ihrer Zukunft und zur Zukunft der Schweiz.

 

Denkwerkstatt

Interessierte junge Wissenschafter aus der ganzen Schweiz werden vom Think-Tank foraus zu einer Denkwerkstatt eingeladen. In diesem Kreis können sie ihre Ideen zur Gesellschaft Schweiz präsentieren und dem kritischen wissenschaftlichen Diskurs aussetzen.

Das jeweilige Thema wird ausgeschrieben. Interessenten bewerben sich einzeln oder zu zweit beim Think-Tank foraus mit einem Beschrieb ihres Lösungsvorschlags. Eine Jury wählt die interessantesten Vorschläge aus. Die Autoren des Vorschlags werden zu einer zweitägigen Denkwerkstatt eingeladen.

Die Teilnehmer der Denkwerkstatt verfassen einen Text, der sich zur Publikation ihrer Idee eignet. Der Think-Tank foraus sorgt für die Publikation der Papiere und versucht über die Vorschläge einen öffentliche Debatte in Gang zu setzen, in den alten und neuen Medien.

Thematische Schwerpunkte

In den nächsten zwei Jahren sind vier Denkwerkstätte geplant, zu folgenden Themen: Migration, Beziehungen Schweiz-Europa, Internationales Recht und Entwicklungspolitik.

foraus hat sich zum Ziel gesetzt, junge engagierte Denker abzuholen und ihnen eine Plattform anzubieten. So sollen sie mit ihrem Wissen und ihren Zukunftsideen konkrete Vorschläge für Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit entwickeln können.


Denkwerkstatt 2017 : Neuland - Schweizer Migrationspolitik im 21. Jahrhundert


Foraus organisierte zum Thema Migration sogenannte PolitTische in allen Sprachregionen der Schweiz. Ziel war es, möglichst viele Menschen zusammen zu führen, um mit ihnen konstriktiv über da Migrationsland Schweiz zu diskutieren. Angesprochen waren Einheimische und Zugewanderte. Zugewanderte erzählte ihre ganz persönliche Migrationsgeschichte mit allen Erfahrungen und Erlebnissen im Herkunftsland und in der Schweiz.

In einem weiteren Schritt holte foraus im In- und Ausland Expertenmeinungen zum Migrationsland Schweiz ein.

Schliesslich wurde einen Ideencrowdsourcing-Plattform im Internet eingerichtet, um Ideen zu sammeln, wie das Migrationsland Schweiz gestaltet werden sollte.

Aus hunderten eingegangenen Vorschlägen wurden die besten an einem grossen Ideenmarkt mit Entscheidungsträgern diskutiert. Damit dollte die Vorarbeit für eine Umsetzung der besten Ideen geleistet werden

Aus all diesen Quellen ist ein Buch entstanden mit dem Titel "Neuland - Schweizer Migrationspolitik im 21. Jahrhundert", herausgegeben von Philipp Lutz, Senior Policy Fellow Migration bei foraus, erschienen 2017 im Verlag NZZ Libro.

Darin finden sich u.a. die folgenden spannenden Beiträge:

  • Nicola Forster, Johan Rochel
    Aufbruch ins Neuland
  • Martina von Arx, Stefan Egli, Philipp Lutz, Johann Menet
    Die Migration und wir
  • Heike Scholten, Fabienne Tissot
    Thesen zum Migrationsland Schweiz
  • David Kaufmann, Philipp Lutz
    Vision Migrationsland Schweiz
  • Stefan Egli, Philipp Lutz, Stefan Schlegel
    Regulierte Offenheit
  • Jonas Nakonz
    Wie weiter? Zivilgesellschaftliche Impulse für die Migrationspolitik


Die Autorinnen und Autoren

  • Martina von Arx
    Projektleiter beim Verband Schweizerischer Studentenschaften, Mitglied bei foraus
  • Stefan Egli
    Junior Policy Fellow Migration bei foraus
  • Nicola Forster
    Gründer und Präsident von foraus
  • David Kaufmann
    Post-Doc am Kompetenzzentrum für Public Management der Uni Bern, Mitglied bei foraus
  • Philipp Lutz
    Senior Policy Fellow Migration bei foraus, Doktorand Uni Bern
  • Joanna Menet
    Doktorandin Uni Neuchâtel, Mitglied bei foraus
  • Jonas Nakonz
    Projektleiter Migration bei foraus
  • Johan Rochel
    Vizepräsident foraus, Post-Doc FNS
  • Stefan Schlegel
    Gründungsmitglied von foraus, Post-Doc Max-Planck-Institut Uni Göttingen
  • Heike Scholten
    Politik- und Kommunikationsberaterin, Vorstandsmitglied von foraus
  • Fabienne Tissot
    Linguistin und Projektleiterin

Denkwerkstatt 2017 : International Humanitarian Law 2.0

Foraus sammelte 2016 bei jungen Wissenschaftern Ideen zum Thema Humanitäres Völkerrecht. Die Autoren trafen sich an zwei Wochenenden, um ihre Ideen mit Fachleuten zu diskutieren und weiter zu entwickeln.



Foraus konnte unter anderem auf die Unterstützung von Professor Marco Sassoli, Directeur du Département de droit international de l'Université de Genève, Dr. Niklaus Stüchler, Chef der Sektion humaintäres Völkerrecht beim EDA, und Professor Daniel Thürer, em. Professor für Völkerrecht an der Univ. Zürich, zählen.















Foraus hat die besten vier Arbeiten aus der Denkwerkstatt 2017 "International Humanitarian Law 2.0" im September 2017 publiziert und an einer Pressekonferenz in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt:

  • Nina Burri
    Swiss Initiative for the Protection of News Providers Covering Armed Conflicts
  • Ryan Humbert
    An Imperfect but Pragmatic Law: Incentivizing War Criminals?
  • Thomas Kuhn
    Rules an Realities: Reducing the Discrepancies with Regard to International Humanitarian Law
  • Melanie Sauter
    Not a Target: Ensurig the Protection of Aid Workers


Den Preis für die beste Arbeit sprach die Foraus-Jury Melanie Sauterzu, Doktorandin am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Melanie Sauter setzt sich darin mit überzeugenden Argumenten für eine Verbesserung des völkerrechtlichen Schutzes humanitärer Helfer, z.B. des IKRK, in Konfliktländern ein. Sie schlägt eine entsprechende Ergänzung der Konventionen zum Kriegsvölkerrecht vor und fordert den Bundesrat auf, zusammen mit dem IKRK und den UNO-Institutionen, die Initiative zu ergreifen.




Melanie Sauter konnte ihre Arbeit am 7. Januar 2018 in der NZZ am Sonntag unter dem Titel "Humanitäre Helfer verdienen den Schutz des Völkerrechts" präsentieren



Die Hirschmann-Stiftung fördert das Projekt Denkwerkstatt






Partner

Der Think-Tank foraus führt das Projekt durch. foraus will auf die Schweizer Aussenpolitik Einfluss nehmen. Er setzt auf ein Netzwerk in Wissenschaft, öffentlichem Dienst, Diplomatie und Wirtschaft und publiziert regelmässig Diskussionspapiere, Analysen und Blogs.

Die Stiftung engagiert sich 2016 bis 2018 mit CHF 60‘000.

Website: www.foraus.ch