Personalisierte Medizin bei ADHS

Objektivierung in der ADHS-Medizin

Diagnose und Therapie in der ADHS-Behandlung sind heute stark von subjektiven Elementen geprägt.

Mit der Förderung eines Forschungsprojekts der Gehirn- und Traumastiftung Graubünden will die Hirschmann-Stiftung einen Beitrag zur Objektivierung von Diagnose und Therapie in der ADHS-Medizin leisten.

Erprobung neuer Messmethoden

Das heute bestehende Risiko von medikamentösen und nicht-medikamentösen Fehlbehandlungen soll durch die Erprobung neuer Messmethoden unter Anwendung von Biomarkeren reduziert werden. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen mit ADHS am besten unterstützt werden können.

Das von der Gehirn- und Traumastiftung entwickelte Forschungskonzept wird in Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und praktisch tätigen Ärzten und Therapeuten sowie Informatikern realisiert werden.

Erhellen von Wirkungszusammenhängen

Die erhobenen Biomarker-Daten werden mit verschieden Therapie- und Behandlungsansätzen in Beziehung gesetzt und postulierte Wirkungszusammenhänge auf ihre Faktizität überprüft.

Nach Abschluss der Forschungsarbeiten werden die gewonnen Einsichten in einer wissenschaftliche Publikation der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Der Förderzeitraum beträgt drei Jahre. Die Hirschmann-Stiftung setzt 0.5 Mio CHF für das interdisziplinäre Forschungsvorhaben ein.

Partner

Partner der Hirschmann-Stiftung sind die Gehirn- und Traumastiftung Chur (Dr. Giusep Nay und Dr. Andreas Müller), die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (Prof. Dr. med. Erich Seifritz, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, und Prof. Dr. med. Dominique Eich-Höchli, Leitende Ärztin der psychiatrischen Universitätsklinik) sowie Prof. Juri Kropotov, Director of laboratory of the Institute of the Human Brain of the Russian Academy of Sciences, St. Petersburg.

Website: www.adhd-studie.ch