Grundrechte
im digitalen Zeitalter


Ein Handbuch für die Praxis


Fokus Digitalisierung und Menschenrechte


Das Projekt hat ein Handbuch zum Thema Grundrechte in der digitalisierten Gesellschaft zum Ziel.

In vielfältiger Weise tangiert die rasch fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen zentrale Grundrechte.

Die digitale Transformation konfrontiert die Gesellschaft mit tiefgreifenden Veränderungen.

Robotik, Künstliche Intelligenz, Big Data und Internet of Things sind nur einige Stichworte, die exemplarisch für den digitalen Wandel stehen.


Das Handbuch soll Interessierten in verständlicher Form als Werkzeug dienen, um zu erkennen:

  • in welchen Bereichen des Alltags die Digitalisierung Grundrechte tangieren kann,
  • welche Rechtsansprüche allenfalls daraus abgeleitet werden können und
  • welche konkreten Handlungsoptionen für Betroffene bestehen.

Die Digitalisierung hat einerseits ein grosses Potential, Grund- und Menschenrechte in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen zu stärken.

Das Internet gibt Zugang zu einer globalen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur.

Anderseits besteht die Gefahr, dass digitale Technologien zu neuen oder verschärften Formen von Grundrechtsverletzungen führen.

Betroffen ist insbesondere das Sammeln von Daten über Menschen und die Überwachung und Kontrolle von Menschen.

Das Handbuch richtet sich an ein breites Publikum und gibt einen Überblick, wie sich digitale Technologien im Alltag auf die Grundrechte auswirken.





In ihrem Vorwort zum Handbuch schreibt die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard, Mitglied des UN Panel on Digital Cooperation:

„Ich bin sehr froh über dieses Werk.

Die digitale Welt ist an sich schon reichlich komplex aufgrund der technischen und rasanten Entwicklung.

Sie im Kontext der Grund- und Menschenrechte zu analysieren und zu begleiten, ist umso wichtiger.

Die digitalen Technologien können der Menschheit viel Nutzen stiften, aber wie bei jeder Technologie gibt es Schattenseiten, Risiken und Missbrauchsmöglichkeiten.

Die Wissenschaft ist gefordert und gibt uns Orientierung, zeigt aber auch auf, wo der Rechtsrahmen ungenügend ist.


Inhalt

Das Handbuch hat zwei Teile:

Ein Allgemeiner Teil informiert über wichtige neue IT-Technologien in unterschiedlichen Lebensbereichen und die Verbindung und Relevanz zu den Grund- und Menschenrechten der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK).

  • Digitale Technologien und Anwendungen
    1. Daten, Metadaten und Big Data
    2. Algorithmen
    3. Maschinelles Lernen
    4. Künstliche Intelligenz
    5. Internet of Things (Internet der Dinge)
    6. Cloud Computing
    7. Robotik
    8. Blockchain
  • Grund- und Menschenrechte
    1. Juristische Grundlagen
    2. Einfluss der Digitalisierung auf einzelne Grund- und Menschenrechte

Ein Praxis-Teil zeigt anhand von Fallbeispielen auf, wo konkret Grundrechte bei der Nutzung digitaler Technologien von Bedeutung sein können und wie auf Eingriffe in die Grundrechte reagiert werden kann.

  • Arbeit
  • Gesundheit
  • Kontakte zu Verwaltung, Justiz und Politik
  • Internetnutzung
  • Bildung und Forschung
  • Wirtschaft

Das Handbuch wurde am 3. Juni 2021 an einer Vernissage der Öffentlichkeit vorgestellt und ist im Verlag buch & netz (buchundnetz.com), CH-5742 Kölliken, als Online-Buch, als eBook in verschiedenene Formaten sowie als gedrucktes Buch verfügbar.

Autorenteam

Das Handbuch Grund- und Menschenrechte in einer digitalen Welt wurde an der Universität Zürich unter Leitung von Frau Prof. Christine Kaufmann erstellt.

Zum Autorenteam gehörten Sabrina Ghielmini, Christine Kaufmann, Charlotte Post, Tina Büchler, Mara Wehrli und Michèle Amacker.

Mitwirkende waren das Center for Information Technology, Society and Law (ITSL) an der Universität Zürich und die Digital Society Initiative (DSI) der Universität Zürich.


Partner

Schweizerisches Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR), Bern.

Die Hirschmann-Stiftung engagierte sich 2020-2021 mit CHF 99'000.



Website: www.skmr.ch